Existenzgründung für Frauen

7 Schritte zur Selbstständigkeit

Was ist wirklich wichtig, wenn Du Dich selbstständig machen möchtest? Was kann gerade am Anfang für ein solides Fundament wichtig sein? Hier gibt es die bedeutendsten 7 Schritte für Deine Selbstständigkeit, damit auch der Anfang so einfach und übersichtlich wie möglich für Dich wird.

Buchtipp - Existenzgründung für Frauen
Existenzgründung
für Frauen


Die Vorgründungsphase ist am wichtigsten

Es gibt zahlreiche Förderungsmöglichkeiten, die Dich vom ersten Tag unterstützen können, so zum Beispiel das Gründercoaching, das von der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) mit bis zu 80 % gefördert wird.

Genauso zahlreich sind die Möglichkeiten der Finanzierung, der Versicherungen oder Rechtsformen der Selbstständigkeit. Daher habe ich Dir die wichtigsten Punkte erst einmal kurz und knapp zusammengefasst.
Denke daran, wie mit jedem neuen Projekt oder Lebensaufgabe muss vor der Selbstständigkeit auch ein wenig darüber gelernt werden. Auch wenn es am Anfang nicht ganz einfach ist, den Überblick zu bewahren, es wird Dir bald gelingen! Nimm´ Dir besonders in der Anfangs-, der sogenannten Vorgründungsphase wirklich ausreichend Zeit, die Dinge zu verstehen. Denn erst, wenn Du genügend Wissen über Planung, Standort, Förderungen, Finanzierungen, Geschäftsausstattung oder Mitarbeiter hast, kannst Du adequate Entscheidungen für Dich und Deine Selbstständigkeit fällen.
Wenn Du eine Frage zu einem Thema hast, das ich hier nicht behandle, schreibe mir doch einfach! Kontakt.

7 Schritte zur Existenzgründung

1

Die Entscheidung - Selbstständigkeit - Ja oder Nein?

So einfach die Fragen auch klingen mögen, sie sind zentral und wichtig. Egal in welchem Bereich Du Dich selbstständig machen möchtest - Du solltest schon ein Berufserfahrungen in der Branche gesammelt haben und die Arbeit sollte Dir Spass machen, damit Du Dich auch langfristig dafür motivieren kannst. Erst wenn Du die folgenden Fragen für Dich mit JA beantworten kannst, kannst Du einen Schritt weiter gehen: Bist Du für die Selbstständigkeit geeignet?

  • Kannst Du Dich gerne für Arbeit von innen heraus motivieren?

  • Lernst Du gerne Neues kennen und entwickelst Dinge gerne weiter?

  • Möchtest Du Dich auch als Person weiterentwickeln und siehst Rückschläge nicht als Scheitern, sondern als Lernen?

  • Netzwerkst Du gerne? Lernst Du gerne neue Kontakte kennen?


2

Geschäftsidee oder Franchise?

Wenn Du keine Geschäftsidee hast, gibt es vielleicht für Dich ein passendes Franchisesystem. Ganze Webseiten Portale beschäftigen sich mit dem Angebot rund um Franchising, wo Du je nach Thema oder Branche zwischen unterschiedlichen Anbietern wählen kannst.
Wenn Du eine eigene Geschäftsidee hast, muss diese Hand und Fuss haben. Denke dabei in jede mögliche Richtung: Konkurrenz, Zielgruppe, Angebot, Alleinstellungsmerkmal, Standort.

3

Beratung und Coaching

Wie schon oben beschrieben, je mehr Du weisst, desto bessere, fundiertere Entscheidungen kannst Du treffen. Weil Du einen größeren Überblick in Deinem Bereich hast, als andere.
Daher, hole Dir Experten mit an Board und lass´ Dich umfangreich beraten. Besuche Gründerstammtische, Netzwerke und nimm´ mit anderen frühzeitig Kontakt auf. So kannst Du schnell lernen, denn auch aus Fehlern von anderen kannst Du profitieren. Je nach Region gibt es Gründungsinitiativen, Seminare der IHK, der Handwerkskammer oder bestimmten Verbänden Ihres Verbandes.

4

Businessplan selber machen

Wenn Du Dir ausreichend Gedanken zu Deiner Geschäftsidee gemacht hast, bringt der Businessplan nun alles auf Papier: Beschreibe Deine Geschäftsidee, lege Deine Qualifikationen dar, beschreibe Deine Zielgruppe und letztendlich Dein Produkt - das was Du anbieten möchtest.
Dazu zählen auch mögliche Kooperations- und Vertriebspartrer, Deine Marketing Maßnahmen, Rechtsform und letztendlich auch Deine Finanzierung.

5

Startkapital

Das Startkapital ist eines der zentralen Themen, denn es ermöglicht Dir, die ersten Monate über die "Runden" zu kommen und Dein Unternehmen zu starten. Die Ausstattung des Büros und der Materialien sind hier auch mitinbegriffen. Das Startkapital ist besonders wichtig, damit Du den Anlauf bis zu den schwarzen Zahlen auch realistisch durchhalten kannst, die Lebenshaltungskosten zählen ebenfalls dazu (Rentabilitätsvorschau).
Hast Du alles im Blick kannst Du Dir Kreditkonditionen von Banken einholen und denke dabei auch an die Förderprogramme für Existenzgründer und Existenzgründerinnen. Diese Förderungen gibt es von Bund und Ländern und solltest Du ebenfalls in Deinen Finanzierungsplan aufnehmen.

6

Selbstständigkeit anmelden

Jetzt kannst Du Deine Selbständige Tätigkeit beim Gewerbeamt anzeigen oder wenn Du Dich als Freiberuflerin selbstständig machen möchtest, Deine Steuernummer beim Finanzamt beantragen. Je nach Branche kannst Du Dich bei der IHK (Industrie- und Handelskammer) oder der Handwerkskammer informieren, ob eventuell weitere Formsachen abzugeben sind. Du kannst Dich auch in verschiedenen Initiativen für Gründer informieren, ob Du noch bestimmte Nachweise oder Zulassungen von Behörden brauchst. Lieber auf Nummer sicher!

7

Steuern und Versicherungen

Mit Deiner Steuernummer kannst Du endlich Rechnungen schreiben, also Geld verdienen. Nach der Gründung erhälst Du zeitnah von Deinem Finanzamt den sogenannten „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“, wo Du Deine künftigen Umsätze und Gewinne angeben musst.
Als Freiberuflerin oder Kleingewerbetreibende machst Du das in Form einer Einnahmen-Überschussrechnung (also Einnahmen minus Ausgaben des Betriebs). Dabei unbedingt auf realistische Zahlen achten!
Am besten suchst Du Dir von Anfang an einen guten Steuerberater, der kann Dich schnell und einfach über Steuer, Buchführung und den Jahresabschluss beraten. Dein Businessplan hilft Dir bereits, Dein Risiko zu überblicken, eine Versicherung kann Dich zusätzlich vor unternehmerischen Risiken wie Einbruch oder Feuer schützen. Außerdem kannst Du Dich vor Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Unfall versichern, wende Dich dazu am besten an den Ansprechpartner Deiner Krankenversicherung. Zur Altersvorsorge gibt die Deutsche Rentenversicherung oder die Verbraucherzentrale Auskunft darüber.

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